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Was ist mit Donna?

Was ist mit Donna?

Was ist mit Donna?

Wer uns verfolgt weiß: Donna hat eine schwierige Vergangenheit. Angefangen damit, dass sie durch etliche Hände gewandert ist, ein Problem beim Aufsitzen hat und in jungen Jahren wohl ziemlich hart ran genommen wurde (mehr zu Donnas Geschichte findet ihr HIER).

Franzi und Donna haben sich letzte Turniersaison von der besten Seite präsentiert. Ohne Schleifchen ging es nicht nach Hause. Die beiden kamen super an und haben immer alles gegeben. Durch meinen stressigen Alltag als noch Studentin, Nebenjob und drei Pferden war klar, dass Franzi uns hilft. Donna und sie hatten von Anfang an eine Verbindung. So gerne sehe ich den beiden zu. Franzi hat es geschafft, dass ich wieder komplett angstfrei auf Donna aufsteige.

Wieso hattest du Angst?

Donna kam mit einer Aufsitzproblematik zu uns, was sie zu einem nahezu unreitbaren Pferd machte. Ich bin ein einziges Mal von ihr runtergefallen. Donna hat sich nur vor Gänsen erschreckt, nachdem ich schon auf ihr saß. Ich fiel so doof, dass ich mir den Ellebogen brach. Von dem Zeitpunkt an ließ ich mir zu viel Zeit beim Aufsteigen, thematisierte jedes Ohren wackeln und jeden Schritt zur Seite den sie machte. Und Franzi? Die stieg einfach auf. Ohne sich Gedanken zu machen ob Donna losbocken könnte.

Wie steigt ihr auf?

Nachdem Donna viel mit Bernd, Kerstin und uns geübt hat, haben wir einen Ablauf entwickelt, wie wir aufsitzen können, ohne dass sie Panik bekommt. Ich stelle mich auf die Aufsitzhilfe und habe eine Gerte in der Hand, die als Wegweiser dient. Ich lege die Gerte vorsichtig an der Kruppe an. Das bedeutet Donna muss noch ein Stückchen näher an den Hocker ran. Anschließend lege ich die Gerte weg, nehme die Zügel auf, stelle Donna mit dem Hals nach rechts und kann ganz normal aufsitzen. Sie muss still stehen, mit dem Genick abkippen und warten bis sie das GO! zum losgehen bekommt.

Was ist jetzt? Wird Donna nicht mehr von Franzi geritten?

Nein bzw. nur noch sehr wenig. Franzi schreibt bald Abitur, beginnt eine Ausbildung, hat ein eigenes Pferd, gibt Reitunterricht, reitet noch andere Pferde und tanzt leidenschaftlich gern Garde. Da ich aktuell wieder mehr Zeit habe, weil ich mich mit dem Bloggen selbstständig gemacht habe, schaffe ich es mit Mamas Hilfe Khazzou UND Donna gerecht zu werden. Auf Avalon sitze ich natürlich auch noch ab und zu.

Foto: SL Fotografie

Wie ist Donnas Trainingsstand?

Ich brauchte eine kurze Zeit um mich wieder an sie zu gewöhnen. Sie ist so elastisch und sensibel. Lernt schnell. Donna will immer alles sofort richtig machen, was schwierig ist, wenn sie die Hilfe nicht gleich versteht. Aber wir waren von Anfang an auf einem guten Weg. Sie hält den Außengalopp sehr sicher, noch nicht ganz durch die Ecken, aber es klappt mit ein paar Tricks. Sie versteht die Hilfe zum fliegenden Wechsel, die Galopptraversalen werden immer besser und auch beim Zulegen im Trab bekommt sie mehr Kraft. Ich mache nach jeder guten Lektion eine kurze Schrittpause am langen Zügel. Viele anspruchsvolle Lektionen hintereinander zu reiten stresst Donna noch. Ich möchte nicht, dass sie den Spaß verliert. Donna ist mittlerweile so entspannt unter mir, das möchte ich beibehalten.

Was sind deine Ziele mit Donna?

Ich spiele mit dem Gedanken sie dieses Jahr selbst auf Turnieren vorzustellen, je nachdem wie viel Zeit Franzi hat. Im großen Viereck in L**-Dressuren. Ich halte persönlich nichts von L-Dressuren auf 40m. Ich bin sie selbst lang genug geritten und würde sogar behaupten, sie haben Khazzou und mich in der Entwicklung zurück gehalten. Ständig bremsen, anreiten, rückwärts, daraus in den Stechtrab nach vorne schießen? Nein Danke! Dann gebe ich den Pferden länger Zeit um die Lektionen aus dem M-Bereich zu lernen, die weitaus gleichmäßiger und durchdachter aufgebaut sind.

Wird Donna mal Parapferd?

Die Hoffnung gebe ich nicht auf! Mama bekommt morgen ihre Platte aus dem Arm entfernt und ich hoffe, dass sie nach ihrer Genesung wieder mehr auf Donna reitet. Ich werde Donna weiterhin ausbilden, sodass Mama es möglichst einfach hat. Die Pferde dürfen nicht mit viel Kreuz oder Bein geritten werden, weil Mama nicht die Kraft und die Stabilität hat. Genau das bietet Donna an. Sie arbeitet unter mir und ich muss nur ganz wenig Aufwand betreiben. Ein tolles Gefühl!

Normales reiten war bei Donna nie möglich. Wehe ich wollte mich runterbeugen zum Nachgurten, die Abschwitzdecke über sie legen oder meine Jacke ausziehen. All diese Dinge waren letztes Jahr im Winter noch nicht möglich. Sie hatte panische Angst. Und diesen Winter? Es ist nicht mal mehr ein Problem die Abschwitzdecke über Donna zu legen, während ich auf ihr sitze! Danke Franzi für all deine Hilfe! 🙂



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